Ein Schock für mich als ich neulich die Bild Zeitung aufgeschlagen habe und ein Interview mit Sido und Bushido in der Schlagzeile sah. Die meisten früheren Fans von Aggro Berlin wo auch Bushido und Sido neben Fler und B-Tight waren, hätten nie gedacht das sich die beiden wieder vertragen und sogar gemeinsam ein Album aufnehmen. Mittlerweile sind ein paar Jahre vergangen und über der alte beef ist Vergangenheit. Nach dem ersten Video “So mach ich es” zum Album 23 von Sido & Bushido haben wir für euch via Youtube die Pressekonferenz veröffentlicht.
Beyoncé hat mit ihrer neuen Single schon vor der Veröffentlichung für große Aufmerksamkeit gesorgt. Der ungewöhnliche Song mit dem starken Titel „Run the world (Girls)“ wird am 03.06. veröffentlicht. Morgen wird das Video zur Single erstmalig bei myvideo zu sehen sein. Hier ein Trailer zu dem abgefahrenen Clip:
Beyoncé scheint sich für den neuen Karriereabschnitt vorgenommen zu haben, Neuland zu betreten. Es bedarf schon einer ganzen Menge Mut, wenn einer der größten Popstars der Welt eine solch unkonventionelle Single wie das beatgetriebene fast militärisch anmutende „Run the world (Girls)“ veröffentlicht. Der Song der aus einem Sample aus dem Club Hits „Pon de Floor“ des obskuren Indie Acts Major Lazer enstanden ist, ist aber erst der Anfang einer unerwarteten Collage von Songstrukturen auf Beyoncés neuen Album, das unter der Mitwirkung so unterschiedlicher neuer Partner wie Switch (eine Hälfte von Major Lazer) und dem etablierten Hitmaker The-Dream entstanden ist.
The-Dream, der schon bei Beyoncé’s Hit-Single, “Single Ladies (Put a Ring on It),” dabei war und nun an der ersten Single des neuen Albums mitgeschrieben hat, behauptet: “Eine solche Produktion wird es bei keinem anderen Künstler ihres Formates geben, männlich oder weiblich.”
Ein Tatbestand, dessen sich Beyoncé bewusst zu sein scheint: “Mein Job ist es Grenzen zu durchbrechen (push the limits), und ich muss mich konstant weiterentwickeln,” erklärt Beyoncé ihre neue Ausrichtung, während sie von einem Photo Shooting auf Long Island in eine Studio in Mannhattan zu einem Meeting mit ihrem neuen Kreativteam gefahren wird. Die unabhängige Frau, die dieses Jahr ihren dreissigesten Geburtstag feiert und glücklich mit Jay-Z verheiratet ist, hat die Kontrolle über ihre Karriere übernommen wie nie zuvor, und sie will das es alle wissen, dass jetzt sie allein entscheidet.
Ihr neues Solo-Album entstand vor einigen Monaten ohne die Einflussnahme ihres Vaters und langjährigen Managers Mathew Knowles. Am 28. März hatte sie bekanntgegeben, dass sie geschäftlich getrennte Wege gehen.
Im Interview mit dem US-Musikmagazin Billboard spricht Beyoncé über Ihre Karriere. Hier ein Auzug daraus:
„Ich werde bald 30, und habe mir endlich mal eine Pause gegönnt, was ich noch nie gemacht habe. Ich habe mir ein ganzes Jahr freigenommen, bin rumgereist, in meinem eigenen Bett aufgewacht, habe gegessen was ich wollte, bin in Museen und in Broadway Aufführungen gegangen, habe mir Dokumentationen angesehen und hatte einfach nur eine gute Zeit. Ich bin ja sonst nie zu Konzerten gegangen weil ich immer selber auftrete, also habe ich mir jede Menge Shows angesehen, tolle Bands wie Muse und Rage Against the Machine, die mich auch für mein neues Album inspiriert haben. Ich habe soviele Künstler gesehen, die ich vorher nicht kannte, ich bin wie ein Schwamm der alles aufsaugt und ich habe beim Ansehen dieser großen Performer sehr viel gelernt. Diese Zeit, in der ich ein normales Leben geführt habe war für mich sehr inspirierend und ich habe daraus eine Menge gelernt. Ich bin an einem Punkt, an dem ich die künstlerische Freiheit habe zu tun was ich will, ich weiss wer ich bin und muss mich nicht in irgendeine Schublade stecken lassen. Ich habe keine Angst Risiken einzugehen.“
(Quelle: Billboard)
Cosmos Music Group, die größte Independent Music Company Skandinaviens veröffentlicht seine Künstler und Bands (Rock, Hard-Rock, Metal, u.w.) in Zukunft auch im gesamten deutschsprachigen Raum.
Als größtes Independent Music Company Skandinaviens mit Hauptsitz in Stockholm und weiteren Niederlassungen in Oslo, Helsinki und Kopenhagen veröffentlichte Cosmos all seine Künstler und Bands verschiedener Genres bisher nur in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark. Bei Künstlern von internationalem Interesse arbeiteten wir bisher mit externen Labels zusammen um außerhalb von Skandinaviens Bands wie Royal Republic (Rock), Sunrise Avenue (Rock-Pop) und Madcon (Pop) veröffentlichen zu können. Dabei ist Royal Republic die erste international erfolgreiche Band des jungen Rock-Labels Supernova* (Rock, Hard-Rock, Metal, Black-Metal, Punk, Power-Pop, u.w.) mit derzeit rund 25 Bands. Durch Möglichkeiten wie der Digitalisierung wollen wir in Zukunft unserer Künstler und Bands vermehrt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz selbständig veröffentlichen und Sie als Partner für künftige Releases gewinnen.
Der Ansprechpartner für Promotion / Marketing und alle Fragen und Interview-Anfragen steht Christopher Ludwig zur Verfügung, er wird für Cosmos Music Group in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv sein.
Was ist neu, was ist anders, was ist besonders am neuen Album?
Auf „Du und ich“, das ist ein ganz anderer DJ Ötzi, einer, den wir so nicht kennen. Wenn man die Songs hört, hat man vielleicht nicht gleich den Einblick, was genau anders ist, aber man spürt ganz klar, dass sich sehr viel verändert, sehr viel bei mir entwickelt hat. Es ist jetzt eine ganz andere Baustelle. Man erwartet von DJ Ötzi eigentlich Partynummern, Partymusik, aber man kennt es nicht, dass er emotional berührt ist, Gefühle zeigt und sagt: Man muss in dieser Zeit einfach mehr zusammenrücken.
Wenn du zurückschaust: Woher kam die Veränderung in dir?
Wenn ich die letzten Jahre zurückblicke, dann merke ich einfach, dass sich in den letzten drei, vier Jahren was geändert hat. Als ich „Einen Stern“ gemacht habe, wurde ich von den Leuten eher wahr und ernst genommen; sie haben gemerkt, dass da mehr dahinter ist und ich eben auch Gefühle in meiner Musik zeigen kann – dadurch konnte ich das Album „Hotel Engel“ machen – ein Album, von dem viele Leute berührt waren.
Früher war das völlig anders. Da ging es darum, Songs nachzusingen und meine Energie darin einzubringen. Beim neuen Album war es extrem schwierig. Das war etwas ganz Neues und eine schwierige Aufgabe, denn „Du und ich“ steckt voller Emotionen. Ich habe mich mit jedem einzelnen Song intensiv befasst und richtiggehend jede Zeile seziert. Wie kann ich eine Geschichte in einer Drei-Minuten-Nummer erzählen? Wie und was will ich überhaupt erzählen? Was will und kann ich einbringen, sodass man fühlt, wie es mir bei jedem einzelnen Song geht, damit die Menschen auch spüren, was ich spüre? Ich habe echt verdammt viel Gefühl von mir in dieses Album gesteckt.
Wie kann man sich den Prozess vorstellen: Kommst du mit Ideen, kommen die Texter mit Ideen – und wie fügt sich alles zu einem großen Ganzen?
Ich habe den Textern erzählt, wie ich mir das Album vorstelle, wie die Welt für mich funktioniert und verstanden wird. In langen Gesprächen und sehr innigen Arbeitsprozessen habe ich dann erkannt, dass ich auch schreiben und komponieren kann – das war verblüffend. Aber ich hatte auch ein großartiges Team und durfte mit den besten Leuten arbeiten: Dario Farina, Michael Kunze, Joachim Horn-Bernges, um nur ein paar Namen zu nennen. Sie haben mich unglaublich in allem unterstützt und genau verstanden, was ich in den neuen Songs sagen will. Es war mir total wichtig, dass ich in der Jetzt-Zeit einen Zusammenhalt schaffe. Gerade heute, wo grundsätzlich eine Unruhe herrscht, in jeder Sparte, egal ob Politik oder Religion – alle sind irgendwie auf der Suche, alle sind unruhig. Ich habe mich gefragt: Wie schaffe ich diesen Zusammenhalt? Ich glaube: Diese Unruhe muss man wieder in Ordnung bringen. Das schafft man nur, wenn es ein Miteinander gibt. Man tut sich in allem – in der Melancholie, in der Umarmung, in der Wahrnehmung des Gegenübers, im Loslassen – viel leichter, wenn man miteinander ist, sich aufeinander einlässt und sich dadurch stärkt, als wenn man sich nur ichbezogen verhält. Deshalb will ich mit meiner Musik einen Zusammenhalt und Verständnis füreinander weitergeben.
Dieses Album, das ist nicht nur etwas Gemachtes – es hat auch einen Sinn. Als die Texte geschrieben waren, habe ich mich lange hingesetzt und die Worte in mich aufgenommen. Und mich gefragt: Wie bekomme ich das Gefühl in jede einzelne Nummer? Wie rufe ich dieses Gefühl in mir hervor? Habe ich überhaupt genau diese Gefühle tief in mir? Es war ein langer Prozess, aber ich habe es geschafft. Ich habe einfach alle Emotionen aus mir hervorgeholt und auf die einzelnen Songs übertragen. Ich habe mich daran erinnert, wie es sich angefühlt hat, als ich das erste Mal verliebt war. Ein irrsinnig schönes Gefühl und unbeschreibend wohltuend. Ehrlich, ich habe mich in jeder einzelnen Nummer neu verliebt. Für mich war jeder Song eine Frau, die schwer zugänglich ist und um die ich mich bemühen muss. Es war aber immer die gleiche Frau, nämlich meine. Ich habe in jedem Song um sie gekämpft, damit alle Emotionen an der richtigen Stelle landen. Es war immer die Frage in mir: Wie kann ich erklären, wie ich mich fühle, wie es mir geht, was ich ausdrücken will? All meine Energie, all meine Kunst stecken in diesem Album. Als wir fertig waren mit den Aufnahmen, war ich vollkommen leer. Da war nichts mehr in mir. Keine Liebe, keine Energie. Man muss sich das wie bei einem Radiomoderator vorstellen, der in einer Sendung redet und redet und alle Wörter raushaut, aber danach wortlos und leer ist. So war es bei mir auch. Bei einem Konzert ist es einfach, da lässt man zwar auch Gefühle raus, aber man hat den direkten Kontakt zu den Menschen und ist nicht alleine. Im Studio ist es einfach ein kräftezehrender Prozess. Dieses neue Album hat mich mehr oder weniger fast mein Leben gekostet. Da ist so viel Leidenschaft und so viel Herz, so viel Willen und so viel Stimme drin wie nie zuvor.
Welche Songs auf dem Album hatten die stärkste Entwicklung, dich am meisten berührt oder gefordert?
Das war der Song „Sing!“, obwohl man das eigentlich nicht vermuten würde, weil das Lied auf den ersten Blick einfach wirkt. Aber wenn ein Skirennläufer die Abfahrt runter fährt, dann sieht das auch einfach aus und man denkt: Boah, das kann ich auch. Aber das ist ein Trugschluss. Alles, was einfach aussieht, ist nicht unbedingt einfach. Letztlich vereint dieses Lied 20 Aufzählungen dessen, was du tun sollst, wenn es dir nicht gut geht. Da findet jeder für sich eine Zeile, die für einen passt. Eigentlich ist es ein Navigationssystem für das, was ich mache, wenn ich ein Problem habe.
Wenn ich zurückdenke an früher, als ich als Kind Milch holen musste für den Opa, da war das immer so, dass ich es eigentlich nicht wollte, weil es dunkel war, ein weiter Weg und ich Angst hatte. Aber ich habe es halt getan, weil der Opa es so wollte. Und wenn ich dann so alleine durch die Dunkelheit gegangen bin, dann habe ich gesungen und dabei die Angst verloren. Das ist die Botschaft: Sing die Melodie und lass dich nicht überwältigen von deiner Angst. Musik kann einfach heilen.
Warum habt ihr euch für den Titel „Du und ich“ entschieden?
In den letzten Jahren ging es ständig um die Ich-AGs. Wie produktiv sie sind und wie toll sie funktionieren. Nur wurde dabei leider das Emotionale und das Menschliche vergessen, dass es eben nicht immer mit einem Menschen alleine funktionieren kann. Ich glaube einfach, dass Zusammenhalt, ein Miteinander enorm wichtig ist und dass man in einer Gemeinschaft viel mehr erreichen kann. Deshalb heißt das Album „Du und ich“. Du und ich – egal ob du und deine Frau, du und dein Kind oder du und Gott. Ich möchte damit die Leute ansprechen und ihnen sagen, dass sie nicht alleine sind.
Wie würdest du selbst deine musikalische Entwicklung in den letzten zehn Jahren beschreiben?
Ich habe grundsätzlich verstanden, dass alles eine gewisse Ordnung braucht und auch seine Zeit. Wenn es ein Problem gibt, muss man es annehmen, anstatt es zu verdrängen. Und durch das, dass ich das Grundsätzliche erlernt habe, habe ich neue Ansichten gewonnen. Früher war es mir wichtig, dass ich irgendwie in die Branche reinkomme. Ich wollte einfach immer schon Musik machen. Also habe ich angefangen mit dem „Anton aus Tirol“. Aber ich wollte mich weiter entwickeln, man muss sich einfach weiter entwickeln. Vielleicht bin ich ein Rohdiamant, aber ich will den Rohdiamanten schleifen und mich nicht schleifen lassen. Das Leben ist wie ein von Künstlerhänden geschliffener Diamant – einmalig und nicht wiederholbar!
Hast du negative Erfahrungen in der Musikbranche gemacht?
Ich nehme mir auch aus jedem noch so negativen Ereignis etwas Gutes. Was aber passiert ist, ist, dass sich die Freunde reduzieren. Früher habe ich mich gerne mal ablenken lassen. Auch von Freunden, die daher kamen und meinten, sie hätten eine super Idee für mich. Heute weiß ich, dass meine Ideen die besten sind. Eben weil ich mich selbst am besten kenne und weiß, was ich bringen kann. Und ebenso kann ich dafür einstehen und mich persönlich in die Verantwortung ziehen.
Wie viel Gerry steckt heute in einem Album und wie viel vor zehn Jahren?
Vor zehn Jahren war es klar 100 Prozent DJ Ötzi. Heute ist es viel mehr Gerry. Aber ich stehe ja total zur Marke DJ Ötzi und bin dankbar für alles, was in diesen zehn Jahren passiert ist. Wir ergänzen uns auch ganz gut – durch ihn bin ich mehr Energiebündel, und wenn er nicht auch meine Ruhe hätte, würde es nicht funktionieren. Wir haben unsere Balance gefunden.
Hast du Angst, dass du durch den neuen emotionalen Zugang, durch die ernsteren Lieder und Texte manche Fans verlieren könntest?
Nein, ich bin davon überzeugt, dass die Fans mit mir meinen Weg gehen. Sie wissen, ich bin ein Mensch mit der Tradition zum Verlässlichen, und ich verändere mich ja nicht von heute auf morgen. Aber ich will mich einfach weiterentwickeln; immer das Gleiche machen, das macht ja keinen Sinn.
Wie groß ist der Druck nach dem Erfolg von „Ein Stern“ für das neue Album?
Ich will ja gar nicht das alte schlagen, ich will nur die Leute umarmen und das, ohne dass ich aufdringlich dabei bin.
Wie gehst du damit um, wenn Leute dich in eine Schublade stecken?
DJ Ötzi ist in keiner Schublade. Er steht für sich selber. Er ist nicht Pop, nicht Rock – er war immer schon ein eigenes Segment.
Wie fühlt es sich an, einen Song wie „Für meine Kleine“ oder „Nichts von alledem“ einzusingen im Vergleich zu „Hey Baby“?
Man hört halt eher zu, wenn jemand leise singt und wenn Musik langsam ist, als wenn ein Song schnell ist und suggeriert, ah, das ist etwas zum Tanzen. Wenn ich so etwas singe, etwas, das ich auch persönlich erlebe, dann geht das umso mehr ans Herz. „Nichts von alledem“ ist eine meiner Lieblingsnummern, vor allem auch, weil es eine großartige Nummer von Wolfgang Petry ist, die mir sehr nahe geht.
Wie hat Lisa Marie auf „Für meine Kleine“ reagiert?
Sie hat geweint. Die Nummer ist eine Momentaufnahme dessen, was ich fühle, wenn ich oft wegfahren muss. Mein Job ist mein Leben, da lässt sich das nicht vermeiden, dass der Papa oft nicht da ist, aber das ändert nichts daran, dass es mir jedes Mal das Herz zerreißt, wenn ich sie zurücklassen muss. Genau das Gefühl bestimmt den Song.
Quelle: Universal Music